Geringes Gewicht + weniger Transporte = weniger Treibhausgase

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Getränkekartons sind leicht, eckig und lassen sich gut stapeln. Beispiel Mineralwasser: Während in 0,7 Liter-Mehrweg-Glasflaschen pro Palette 403 Liter Wasser transportiert werden können, sind es im Karton 720 Liter. Anders als Flaschen oder Dosen gelangen Getränkekartons flach zusammengefaltet oder auf Rollen gewickelt zum Abfüller. Nachdem sie befüllt wurden, ist das Gewicht des Getränkekartons im Verhältnis zum Inhalt sehr gering: Ein LKW transportiert rund 95 Prozent Getränk und nur 5 Prozent Verpackung; das bedeutet: weniger Kraftstoffbedarf und damit weniger weniger Kohlendioxid (CO2), weniger Stickoxide (NOx) und weniger Kohlenmonoxid (CO).

Weniger CO2 durch Recycling

Verwerten oder doch besser verbrennen? Seit die Müllverbrennung sauberer geworden ist und man durchschnittlich etwa die Hälfte der im Abfall gebundenen Energie zurück gewinnt, wird diese Frage immer wieder diskutiert. Wenn es um Klimaschutz geht, gibt es allerdings eine eindeutige Antwort: Recyceln ist besser als verbrennen! Dieser Vorrang des Recyclings ist auch in der deutschen und europäischen Umweltgesetzgebung manifestiert.

Nach einer Studie des Heidelberger Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu) werden beim Recycling von Getränkekartons 20 Prozent weniger Treibhausgase frei als beim Verfeuern in einer Müllverbrennungsanlage. Jedes Jahr wird die Atmosphäre so um über 50.000 Tonnen Kohlendioxid entlastet. Rechnet man dies hoch auf die rund 2,7 Millionen Tonnen (Stand:2012) Getränkekartons, die seit dem Start des Dualen Systems verwertet wurden, sind das seit 1991 rund 1 Million Tonnen weniger CO2!