Meldungen

Sammeln was verwertbar ist

Auf höhere Recyclingquoten gut vorbereitet

Materialaufgabe

Die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für den Klima- und Ressourcenschutz hat in Politik und Unternehmen inzwischen einen hohen Stellenwert erreicht. In der EU werden immer mehr Getränkekartons verwertet. Das meiste davon in Deutschland. Die Hersteller von Getränkekartons unterstützen anspruchsvolle Recyclingquoten.

Zertifizierung

Hersteller garantieren weltweite Rückverfolgbarkeit der eingesetzten Holzfasern

V5B1794_800

Elopak, SIG Combibloc und Tetra Pak haben die erfolgreiche Umsetzung einer 2007 gestarteten Initiative bekannt gegeben, weltweit ausschließlich Holzfasern in ihren Produkten zu verwenden, die aus kontrollierten und akzeptierten Quellen stammen. Dazu wurden alle Produktionsstandorte weltweit nach dem Produktkettenstandard des Forest Stewardship Councils (FSC) zertifiziert.

EU-Kreislaufwirtschaftspaket

Chancen für mehr Recycling und Ressourcenschutz

Fotolia_93494284_S

In der EU werden jedes Jahr mehr als 420.000 Tonnen Getränkekartons stofflich verwertet. Es könnten deutlich mehr sein. Ohne Frage: Ehrgeizige Recyclingquoten sind ein wichtiges Instrument, um den Ressourcenverbrauch zu verringern - allerdings nicht das Einzige.

Verpackungsgesetz

"Forderung nach Ausweitung des Pfandes ist absurd"

Fotolia_70408933_S

Das Pfand hilft nicht, den Trend zur Einweg-Plastikflasche zu stoppen. Auch die unverbindliche Zielquote zum Schutz von Mehrweg- und ökologisch vorteilhaften Einweggetränkeverpackungen (MövE) hat sich erwartungsgemäß als untauglich erwiesen und soll im Verpackungsgesetz gestrichen werden. Die Kritik kam prompt. Außer einer Abgabe wird mal wieder die Pfandpflicht für weitere Getränke gefordert.

Verpackungsgesetz

Viel besser als gar nichts

Totes Pferd_670x670

Die Wertstofftonne wird es auch in Zukunft nur auf freiwilliger Basis geben. Der Streit über Zuständigkeiten hat eine einheitliche Wertstofferfassung vorerst verhindert. Viele sind darüber enttäuscht, einige auch erleichtert. Mit dem Verpackungsgesetz versucht die Bundesumweltministerin zu retten, was zu retten ist - und das ist eine ganze Menge.

Interview

"Verpackung ist kein Selbstzweck"

Fotolia_68970724_S

Für manche Redaktionen gehört offensichtlich Mut dazu, jemanden zu Wort kommen zu lassen, der sich positiv zu Verpackungen äußert. Das "Magazin für Restkultur" schreibt einleitend zu einem Interview mit Thomas Reiner vom Deutschen Verpackungsinstitut: "...auch auf die Gefahr hin, dass der folgende Beitrag als vermeintlich gelungener »Greenwashing«-Erfolg gewertet werden könnte".

Getriebeschaden bei der Niederauer Mühle

Anlagenstillstand erschwert Recycling von Getränkekartons

PNM Trommel

Wegen eines schweren Getriebeschadens an der Aufbereitungstrommel kann die Papierfabrik Niederauer Mühle (PNM), Kreuzau, voraussichtlich bis Mitte März keine Getränkekartons verwerten. In der Anlage wird ein großer Teil der Sammelmengen aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland zu Wellpappenrohpapier verarbeitet. (Aktualisierung: Seit Mitte März läuft die Anlage wieder)

Interview mit Jürgen Heinisch, GVM

"Trotz Pfand sind die Quoten drastisch eingebrochen"

Heinisch_GVM

Es kommt nicht oft vor, dass sich Mehrweg-Lobbyisten und die Grünen mit einzelnen Handelsunternehmen, Getränkeabfüllern und Herstellern von Einweg-Verpackungen einig sind: Alle fänden es gut, wenn das Pfand auf Fruchtsäfte ausgeweitet würde. Jürgen Heinisch, von der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM), erklärt, wer die Gewinner und Verlierer einer solchen Regelung wären.

Bohren dicker Bretter

Großbaustelle Wertstoffgesetz

FKN_Report-Grafik_V2

Pünktlich zum parlamentarischen Ferienbeginn haben sich die Unterhändler der großen Koalition auf Eckpunkte des Projekts verständigt. Und schon ist wieder mit Staus und Behinderungen zu rechnen. Überall werden Stopp-Schilder aufgestellt und Tempolimits gefordert. Und das, lange bevor konkrete Pläne auf dem Tisch liegen. Müssen wir uns auf eine weitere Berliner Dauerbaustelle einrichten?