Position zur geplanten Kennzeichnungsverordnung

Kennzeichnung wird auch nicht helfen

Mehr als die Hälfte aller Verbraucher haben Schwierigkeiten, Einweg- von Mehrwegflaschen zu unterscheiden. Insofern hat Bundesumweltminister Altmaier ein starkes Argument für seinen neuen Vorstoß in Sachen Kennzeichnung. Allerdings: So wie den meisten Verbrauchern spätestens am Schredder-Geräusch des Rücknahmeautomaten auffallen dürfte, dass es eine Einwegflasche war, so dürfte es auch nicht lange dauern, bis offenbar wird, dass mit einer Kennzeichnung der Boom der Plastikflaschen nicht zu stoppen ist. In Zukunft könnten sogar neue Irritationen entstehen, wenn bepfandetes und unbepfandestes Einweg einträchtig nebeneinander stehen. Eine deutlichere Hervorhebung des DPG-Logos könnte hier Abhilfe schaffen. Auch eine Informationskampagne könnte dazu beitragen, dass der Verbraucher die Pfandregeln besser versteht und „EINWEG“ in Zukunft nicht generell mit ökologisch nachteilig gleichsetzt.