Karton mit deutlichen Vorteilen beim Klimaschutz

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Die Kunststoffflasche spielte bei Fruchtsäften bis zum Jahr 2003 keine Rolle und wurde daher von den Ökobilanzen des UBA nur unzureichend erfasst. 2005 hatte die PET-Einweg-Flasche Mehrwegverpackungen und Einweg-Glasflaschen weitgehend verdrängt. Seit 2009 hat PET-Einweg auch den Getränkekarton hinter sich gelassen und kommt heute (2017) auf einen Marktanteil von über 50 Prozent.

Dieser Erfolg der Plastikflasche geht zu Lasten der Umwelt: Eine für Deutschland repräsentative Ökobilanz belegt deutliche Vorteile von Kartonpackungen beim Klimaschutz. Untersucht wurden Getränkekartons und Einweg-Kunststoffflaschen in den Getränkesegmenten Saft, Nektar, Eistee und Frischmilchgetränke. Beim Treibhauseffekt und dem „fossilen Ressourcenverbrauch“ – also jenen Umweltwirkungskategorien, denen vom Umweltbundesamt eine besonders hohe ökologischer Bedeutung beigemessen wird -, zeigen Kartonpackungen eine deutlich geringere Umweltbelastung. Einweg-Plastikflaschen verursachen zwei- bis dreimal mehr schädliche Klimagase! In sechs von acht untersuchten Umweltwirkungskategorien schneidet der Karton besser ab.

Die Studie wurde vom FKN beim Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) in Auftrag gegeben und 2006 fertiggestellt. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen zwei Studien der Firma SIG Combibloc für den europäischen Markt von Softdrinks (2010) und UHT-Milch (2012) die ebenfalls vom ifeu-Institut nach ISO-Standard erstellt wurden.