Greenpeace / Asia Pulp an Paper (APP)

Tetra Pak, SIG combibloc und Elopak verwenden weltweit ausschließlich Holz aus legalen Quellen

Die drei größten Hersteller von Getränkekartons, werden nicht von dem asiatischen Papierhersteller "Asia Pulp and Paper" (APP) beliefert. Diesem wird von Greenpeace vorgeworfen, Tropenholz unter anderem zur Herstellung von Milchtüten einzusetzen.

„Unsere Unternehmen kaufen keinen Rohkarton, in dem illegal geschlagenes Tropenholz verarbeitet wurde. Wir wissen wo das Holz herkommt und haben uns im Jahr 2007 freiwillig dazu verpflichtet dies durch Rückverfolgbarkeitssysteme sicherzustellen“, erklärt der Geschäftsführer des Fachverbandes Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V. (FKN), Michael Brandl. Die FKN-Mitglieder Tetra Pak, SIG combibloc und Elopak, die weltweit mehr als 85 Prozent des Marktes beliefern, hatten alle übrigen Hersteller von Getränkekartons aufgefordert, dieser Selbstverpflichtungserklärung beizutreten. „Der von Greenpeace aufgedeckte Fall zeigt, dass dies einige Akteure am Markt aus gutem Grund nicht getan haben und damit die gesamte Branche in Verruf bringen“, so Brandl.

78 Prozent der Fasern FSC zertifiziert

Neben dieser bereits wirksamen Selbstverpflichtung gehen die drei genannten Unternehmen noch einen Schritt weiter und unterwerfen sich aktiv weltweit anerkannten Zertifizierungssystemen. Die Hersteller lassen die Erreichung der Ziele von der unabhängigen Prüfstelle ProForest kontrollieren, die inzwischen ihren 4. Bericht vorgelegt hat. Danach sind derzeit 78 Prozent der Fasern, die von den Herstellern weltweit eingekauft werden, entweder nach dem Standard des Forest Stewardship Councils (FSC) zertifiziert oder aus FSC-kontrollierten Quellen. Das sind über zwei Millionen Tonnen Rohkarton. Zudem sind 63% der Produktionsstandorte von Tetra Pak, Elopak und SIG Combibloc nach den Kriterien des FSC für einen lückenlosen Produktkettennachweis („chain of custody“ (CoC)) zertifiziert. Verglichen mit 2010 hat sich die Anzahl damit verdoppelt und ist auf 33 von weltweit 52 Produktionsstätten gestiegen.

In Europa sind die Ziele bereits realisiert. Brandl: „Wir sind mit dem bisher Erreichten sehr zufrieden. Die deutliche Steigerung der zertifizierten Produktionsanlagen zeigt den starken Willen der Branche, die Ziele zu erreichen und die neue EU-Holzverordnung und damit den weltweiten Kampf gegen illegalen Holzeinschlag zu unterstützen.“