Die ökologisch beste Wahl bei Milch: Der Getränkekarton

Der Vergleich verschiedener Getränkeverpackungen macht deutlich: Der Getränkekarton ist bei Frischmilch und H-Milch die umweltfreundlichste Verpackung. Plastik- und Mehrweg-Glasflaschen schneiden deutlich schlechter ab. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Energie und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), die im Juli 2019 vorgestellt wurde.

Die ökologischen Vorteile des Getränkekartons gegenüber der Mehrweg-Glasflasche und der PET-Einwegflasche resultiert vor allem aus dem sehr guten Abschneiden in der Kategorie „Klimawandel“. Der Klimaschutz hat nach der Bewertungsmethode des Umweltbundesamtes (UBA) die höchste ökologische Priorität.  


Hinweis zur Grafik: Hohe Transportentfernungen führen zu hohen CO2-Emisssionen. Dies wirkt sich vor allem bei Glas-Mehrwegsystemen negativ aus, da sie zum Abfüller zurücktransportiert werden müssen. In der Studie wurden diese Transporte zu Lasten der Mehrwegsysteme falsch berechnet. Insofern wird der deutliche Vorteil des Getränkekarton in den "transportsensiblen" Wirkungskategorien (insb. Klimawandel und ODP) im Vergleich zur Mehrwegflasche hier etwas geringer ausfallen.


Zusammenfassend heißt es in der Studie:

  • „Im Getränkesegment Frischmilch zeigt der 1,0 l Getränkekarton in der Gesamtschau der Ergebnisse Vorteile gegenüber dem Referenzsystem 1,0 l Glas Mehrwegflache und der 1,0 l PET-Einwegflasche“ 

  • „Im Getränkesegment Frischmilch führen deutlich niedrigere Umlaufzahlen daher auch dazu, dass die Mehrwegflasche gesamtökologische Nachteile gegenüber dem 1-Liter-Getränkekarton aufweist“ 


Ähnliche Ergebnisse liefert die Untersuchung bei Verpackungen für haltbare Milch. Hier ist der Getränkekarton um 71 Prozent klimafreundlicher als die PET-Einwegflasche. H-Milch wird nicht in Mehrwegflaschen abgefüllt.  


ifeu fasst das Ergebnis folgendermaßen zusammen:
  • „Im Getränkesegment H-Milch zeigt der 1,0 l Getränkekarton in der Gesamtschau der Ergebnisse Vorteile im Vergleich mit der 1,0 l PET Einwegflasche“