Klimafreundliche Verpackung durch nachwachsende Rohstoffe

Wald

Die neue Ökobilanz des ifeu-Instituts (2018) zu Milch- und Fruchtsaftverpackungen, die nach den aktualisierten Anforderungen des Umweltbundesamtes (UBA) erstellt wurde, bescheinigt dem Getränkekarton in der Kategorie "Klimaschutz" deutlich bessere Werte als Plastikflaschen und Mehrweg-Glasflaschen. Auf 170 Seiten haben die Forscher die jeweiligen Verpackungen über den gesamten „Lebensweg“ verglichen – von der Rohstoffgewinnung über die Verpackungsherstellung, von der Abfüllung bis zum Recycling inklusive aller Transportprozesse.

Ein wesentliches Ergebnis: Als umweltfreundliche Verpackung punktet der Getränkekarton vor allem durch den Einsatz eines nachwachsenden Rohstoffes (Holz), der aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. In der Ökobilanz des ifeu-Instituts heißt es dazu:

Definitiv ist, dass das System Getränkekarton unabhängig von der Füllgröße aufgrund des hohen biogenen Anteils im Verpackungskörper und den CO2 Gutschriften, die im Rahmen der Studienmethode aufgeführt werden können, signifikante Vorteile in der Wirkungskategorie mit sehr großer ökologischer Priorität, dem Klimawandel, aufweist.“ 

An dieser grundsätzlichen Überlegenheit des Getränkekartons bei den treibhausrelevanten Emissionen ändert auch der Umstand nichts, dass in der ursprünglichen Fasssung der Studie die Transportentfernungen zu Lasten der Mehrwegsysteme deutlich zu hoch angesetzt wurden. Die Nachberechnung zeigt folgendes Bild:

  • Bei 1-Liter- Fruchtsaftverpackungen schneidet der Getränkekarton im Vergleich zur Mehrwegflasche 24% besser ab; im Vergleich zur PET-Einwegflasche 71% besser.
  • Bei 1- Liter-Frischmilch 70% Vorteil gegenüber der Mehrwegflasche und 84% im Vergleich zu PET-Einweg.
Die Hersteller von Getränkekartons arbeiten intensiv daran, zunehmend Verpackungen auf den Markt zu bringen, die zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen produziert werden. Dadurch wird sich die CO2-Bilanz des Getränkekartons im Vergleich zu anderen Verpackungen in Zukunft weiter verbessern. Entsprechende Verpackungen, deren Beschichtungen und Verschlüsse aus Bio-Polymeren hergestellt werden, sind bereits im Handel.