Klimafreundliche Verpackung durch nachwachsende Rohstoffe

Wald

Die neue Ökobilanz des ifeu-Instituts (2018) zu Milch- und Fruchtsaftverpackungen, die nach den aktualisierten Anforderungen des Umweltbundesamtes (UBA) erstellt wurde, bescheinigt dem Getränkekarton in der Kategorie "Klimaschutz" deutlich bessere Werte als Plastikflaschen und Mehrweg-Glasflaschen. Auf 170 Seiten haben die Forscher die jeweiligen Verpackungen über den gesamten „Lebensweg“ verglichen – von der Rohstoffgewinnung über die Verpackungsherstellung, Abfüllung bis zum Recycling inklusive aller Transportprozesse.

Ein wesentliches Ergebnis: Als umweltfreundliche Verpackung punktet der Getränkekarton vor allem durch den Einsatz eines nachwachsenden Rohstoffes (Holz), der aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. In der Ökobilanz des ifeu-Instituts hießt es dazu:

Definitiv ist, dass das System Getränkekarton unabhängig von der Füllgröße aufgrund des hohen biogenen Anteils im Verpackungskörper und den CO2 Gutschriften, die im Rahmen der Studienmethode aufgeführt werden können, signifikante Vorteile in der Wirkungskategorie mit sehr großer ökologischer Priorität, dem Klimawandel, aufweist.“ 
CO2-Bilanz Frischmilch- und H-Milchverpackungen

Hinweis zur Grafik: Hohe Transportentfernungen führen zu hohen CO2-Emisssionen. Dies wirkt sich vor allem bei Glas-Mehrwegsystemen negativ aus, da sie zum Abfüller zurücktransportiert werden müssen. In der Studie wurden diese Transporte zu Lasten der Mehrwegsysteme falsch berechnet. Insofern wird der deutliche Vorteil des Getränkekarton im Vergleich zur Mehrwegflasche hier etwas geringer ausfallen.



Die Hersteller von Getränkekartons arbeiten intensiv daran, zunehmend Verpackungen auf den Markt zu bringen, die zu 100% aus nachwachsenden Rohstoffen produziert werden. Dadurch wird sich die CO2-Bilanz des Getränkekartons im Vergleich zu anderen Verpackungen in Zukunft weiter verbessern. Entsprechende Verpackungen, deren Beschichtungen und Verschlüsse aus Bio-Polymeren hergestellt werden, sind bereits im Handel.