Tochtergesellschaften

Garant für die Verwertung gebrauchter Getränkekartons

Recarton

Die ReCarton GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Fachverbandes Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V. (FKN) und wurde zum Start der dualen Wertstofferfassung im Jahr 1991 gegründet. Als sogenannter „Garantiegeber“ bestand die Aufgabe zunächst darin, einen Markt für diese neue Altpapierfraktion zu entwickeln und sicherzustellen, dass alle Getränkekartons nach den Vorgaben der Verpackungsverordnung verwertet werden. Dazu waren in den Anfangsjahren erhebliche Investitionen notwendig. Bis heute ist die ReCarton kein gewinnorientiertes Unternehmen. Es geht vor allem darum, das inzwischen erreichte hohe Niveau des Recyclings gebrauchter Getränkekartons qualitativ und quantitativ weiterzuentwickeln.

Seit der Wettbewerbsöffnung auf dem Markt der Rücknahme und Verwertung gebrauchter Verpackungen aus Privathaushalten im Jahr 2003 ist die ReCarton GmbH Dienstleister der dualen Systemgesellschaften. ReCarton schließt Verwertungsverträge mit Papierfabriken, beauftragt Speditionen mit der Abholung des Materials von den Sortieranlagen und führt den sogenannten „Mengenstromnachweis“. Damit wird gegenüber den Landesumweltministerien auf die Tonne genau dokumentiert, wie viele Getränkekartons in welchen Anlagen verwertet wurden.

Poly-Al-Recycling gebrauchter Getränkekartons

Palurec

Die Palurec GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Fachverbandes Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V. (FKN) und wurde im Jahr 2017 gegründet. Im Frühjahr 2021 hat die Palurec GmbH eine Recyclinganlage in Betrieb genommen, die aus den Kunststoff-Aluminiumanteilen marktfähige Sekundärrohstoffe herstellt. Es ist die erste Anlage ihrer Art in Deutschland, die mit einem mechanisch-physikalischen Verfahren marktfähige Rezyklate aus diesem Materialgemisch herstellt. Trennmedium ist ausschließlich Wasser, Lösemittel werden nicht eingesetzt. Acht Millionen Euro haben die drei Hersteller Tetra Pak GmbH, SIG und Elopak GmbH in die 18.000 Tonnen-Anlage in der Nähe von Köln investiert.

Die Palurec bekommt ihren Rohstoff von Papierfabriken, die den Faseranteil des Getränkekartons insbesondere zur Herstellung hochwertiger Wellpappen-Rohpapiere nutzen. Dabei fällt als Produktionsrest ein Mix aus verschiedenen Kunststoffen und Aluminium an. Dieser wurde bislang hauptsächlich in Zementfabriken als emissionsarmer Brennstoff genutzt.

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